Dank an alle Spender!
Viktoriia ist nach der Wirbelsäulen-OP wieder zu Hause.
Mit großer Freude und Erleichterung können wir Ihnen und euch mitteilen, dass bei Viktoriia am 25. Februar die Wirbelsäulen-Operation sehr erfolgreich durchgeführt werden konnte und das tapfere 11jährige Mädchen am 10. März nach Hause entlassen wurde.
Mittlerweile kann sie auch herumgehen, und die Schmerzen lassen allmählich nach. Nach einer solchen Korrektur der Wirbelsäule müssen sich ja sämtliche Sehnen und Muskeln auf die neue Situation einstellen.
Man darf annehmen, dass Viktoriia bald ein weitgehend normales Leben führen kann. Herz und Lunge sollten nun wieder genug Platz haben. Und sie ist nach der Streckung der Wirbelsäule jetzt um 5 cm größer.
Zur Vorgeschichte: Wir lernten Viktoriia im August 2025 beim PRYVIT-Sommer kennen, einem dreiwöchigen Erholungsurlaub im Schullandheim Erlenried in Großhansdorf, zu dem der Verein PRYVIT regelmäßig 20 Kinder aus der Tschernobyl-Region einlädt. Hier wurde bei Viktoriia eine Hüft-Dysplasie festgestellt, die demnächst auch noch operativ korrigiert werden soll. Die Ärzte, denen Viktoriia in der Ukraine dann vorgestellt wurde, erkannten aber, dass die uns zu spät bekannt gewordene Skoliose 3. Grades vorrangig korrigiert werden müsste, und teilten mit, dass dies in Kiew im Februar möglich sei.
In der Ukraine gibt es aber keine Krankenversicherung, und Viktoriias Eltern hätten die Kosten für eine solche Operation niemals aufbringen können. Doch dann ging alles schnell: Eine im Oktober von PRYVIT initiierte Spendensammlung fand ein großes Echo, und bereits im Dezember konnten wir Viktoriias Eltern eine Kostenübernahme zusagen. Nach Voruntersuchung war eine Aufnahme in der Klinik in Kiew für den 5. Februar vorgesehen, jedoch wegen der extremen Winterverhältnisse mit Öffentlichen Verkehrsmitteln nicht erreichbar. Am 19.2. klappte dann die Aufnahme, die OP erfolgte am 25. Februar.
Wir waren sehr glücklich, als wir hörten, dass alles gut gegangen war, und dass Viktoriias Mutter mit aufgenommen wurde. Immerhin fallen in Kiew täglich Raketen und Drohnen. Nach ersten Schätzungen sollte Viktoriia nach etwa zwei Wochen entlassen werden. In ihrem Dorf wird sie dann wieder etwas sicherer sein. Und bestimmt freut sie sich auf ihren kleinen Bruder, mit dem sie gern spielt.
Wir bleiben in engem Kontakt mit der Familie. Ihnen und euch allen, die Anteil am Schicksal von Viktoriia genommen haben, sagen wir von Herzen Dank! Ohne Sie und euch wäre diese lebenswichtige Operation nicht möglich gewesen. Wir von PRYVIT sind sehr froh, dass wir hier wichtige Hilfe leisten konnten. Vermutlich haben wir ein Menschenleben gerettet.
Unser Herz schlägt auch weiterhin für die Kinder der Tschernobyl-Region. Die nächsten 20 Jungen und Mädchen für den PRYVIT-Sommer 2026 haben wir bereits eingeladen.
Regine Fiebig, 12.03.2026
