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PRYVIT! HALLO!

Pryvit heißt auf Ukrainisch Hallo – wir sagen Pryvit und freuen uns sehr, Sie hier über unsere Arbeit für die Kinder von Tschernobyl informieren zu können.

Bereits 33 Jahre ist es her, dass sich das furchtbare Atomunglück in Tschernobyl ereignete. Doch noch immer leiden die Menschen vor Ort unter der verheerenden Katastrophe. Gesundheitlich, wirtschaftlich und sozial.

Wir geben mit unserem Projekt den Kindern und ihren Familien dieser vergessenen Region eine neue Perspektive. Helfen Sie uns dabei! Erfahren Sie hier, wie Sie uns unterstützen können.

NEWS

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Diana soll leben!

Allen Spendern von Herzen Dank!

Allen, die mit so vielen größeren und kleineren Beiträgen Dianas Operation möglich gemacht haben! Oftmals stand noch ein „Alles Gute Diana!“ mit auf der Überweisung. Das hat uns sehr gerührt. Die Kosten für den Krankenhausaufenthalt sind somit gesichert. Ohne Sie und euch wäre das nicht möglich gewesen!

Aber wer ist eigentlich diese Diana? Wir lernten das damals 16jährige Mädchen aus der Tschernobyl-Region beim PRYVIT-Erholungssommer 2018 im Schullandheim Erlenried in Großhansdorf kennen. „Choose to be optimistic always feels better“ stand auf ihrem roten T-Shirt, offenbar ihr Wahlspruch. Und ohne diese Selbstermutigung hätte sie wohl ihr bisheriges Leben kaum zu ertragen vermocht. Denn zusätzlich zu der Strahlenbelastung in der 2. Zone um Tschernobyl litt sie seit ihrer Geburt unter einer schweren Skoliose, einer Verkrümmung der Wirbelsäule. Aber was für ein Mädchen! Stets gut gelaunt und voller Tatendrang, künstlerisch begabt und von scharfem Verstand – und damals bereits mit klaren beruflichen Plänen: Studium der Informatik in Kiew und Arbeit in der IT-Branche.

Eine erste Untersuchung im Sommer 2018 ergab: Mit dieser schweren Skoliose hätte Diana nur noch etwa 10 Jahre zu leben, weil Herz und Lunge bereits sehr bedrängt waren. Eine Operation an der Wirbelsäule sei lebensnotwendig. Die „Welt am Sonntag“ berichtete. Und so entschlossen wir uns, Diana im Februar 2019 auf unserer Rückreise aus der Ukraine mit nach Hamburg zu nehmen, zu genaueren Untersuchungen in der Schön Klinik Neustadt. In den freien Tagen zwischen diesen Untersuchungen absolvierte Diana einen Computerkurs und wurde von uns privat auf diverse Ausflüge eingeladen: in die Sternwarte Bergedorf, nach Lübeck, zum Jazzkonzert in die Laeiszhalle, in die Staatsoper, und ja, auch zum Shoppen. Diana ist eben auch ein lebensfrohes Mädchen. Aber nachts bekam sie schlecht Luft, hatte Mühe beim Atmen.

Und nun ist endlich die Operation in Sicht: Anfang Oktober 2019 reist Diana zu letzten Untersuchungen und zur OP-Aufklärung an, und Ende Oktober soll dann endlich die lang ersehnte Operation in der Schön Klinik Neustadt an der Ostsee stattfinden. Natürlich lassen wir sie damit nicht allein, und selbstverständlich wird auch ihre Mutter sie begleiten und in der Nähe wohnen. Am Ende ihres Klinikaufenthalts hat Diana Geburtstag. Sie wird dann 18 Jahre alt.

Nun hoffen wir von Herzen, dass bei der Operation in dem sehr spezialisierten Skoliose-Zentrum alles nach Wunsch verläuft. Eine Reha ist medizinisch frühestens nach einem halben Jahr angezeigt. Diana wird dazu wohl im April 2020 erneut aus der Ukraine nach Deutschland kommen.

Regine Fiebig, Vorsitzende von PRYVIT – Hilfe für Tschernobyl-Kinder e.V.

 

Vorm Schloss

Sie waren da!

Vom 19. Juli bis 10. August 2019 fand der 8. PRYVIT Erholungssommer statt.

Das Kleiderdepot war eingerichtet, die Betten gemacht, der Bus mit den Kindern hatte die erste Grenze passiert. Müde sahen sie aus… Und nun waren sie da! Nach 24 Stunden Busfahrt, spätem Frühstück, Dusche und Mittagsschlaf war es Zeit für eine Kennenlernrunde.

Und dann konnte endlich das herrliche Heimgelände im Schullandheim Erlenried erobert werden. Hier erholten sich die Kinder bei Sport, Spiel und Spaß. Das beste war wohl bei der Hitze die Gartendusche – und immer mal ein Eis. Aber zwischendurch wurde auch fleißig gelernt und gemalt, es wurden Tänze einstudiert und ein deutsches Märchen als Theaterstück.

Morgens früh holten wir Bio-Milch und leckeren Natur-Joghurt vom Gut Wulfsdorf, zwischendurch spendierte immer jemand eine Extrarunde Obst. Am Wochenende wurden die Kinder eingekleidet.

In der ersten Woche standen vor allem Arzttermine auf dem Programm. Für die Gesundheit der Kinder engagierten sich erneut das Zahnschiff (nur drei Kinder ohne Karies!), die Dres. Schnoor, unsere treuen Kinderärzte (keine schlimmen Befunde), die Augenabteilung der Parkklinik Manhagen (kein Kind braucht eine Brille), das Hörvermögen wurde getestet, und die Schön Klinik Eilbek hat Schilddrüsen-Untersuchungen vorgenommen.

Aber dann gingen auch die Ausflüge los, auf die sich die Kinder schon so freuten: Mit den Großen waren wir Paddeln auf der Trave, Freitag mit allen unterwegs mit dem HVV ins Arriba-Schwimmbad in Norderstedt, Samstag bei der Feuerwehr Großhansdorf und im Ahrensburger Schloss. Spannende Eindrücke für die Kinder, denen sich hier ganz neue Horizonte öffnen!

Am Montag waren wir wieder zu Gast im Rathaus Großhansdorf und im Restaurant „Rio Grande“, am Dienstag im Miniaturwunderland, in der Hafencity, auf der  Elbphilharmonie und im Hafen. Da staunten die Kinder!

Und am Mittwoch war es sehr aufregend: im Serengeti Park bei den wilden Tieren aus fernen Ländern, auf der Wildwasserrutsche und in den schwindelerregenden Karussels. Es ging auch wieder in den Naturpark Grabau, nach Dahme an die Ostsee und zum Wassserlichtkonzert bei Planten un Blomen.

Inzwischen sind die Kinder wieder in ihrer Heimat angekommen – nach 1600 km und 34stündiger Reise. Müde, aber fit für den nächsten Winter – und den Kopf voller schöner Erlebnisse!

Wir danken allen Menschen, die uns tatkräftig unterstützten mit der Organisation von Ausflügen, Hilfsgüter-Transporten, Kleider- und Obstspenden und und und…

Ihr seid großartig! Ohne Euch wäre dieses Projekt nicht möglich! Ihr öffnet den Kindern Horizonte!

Und wir haben schon wieder für das nächste Jahr gebucht, vom 25. Juli bis 15. August 2020. Wir freuen uns schon drauf!

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Wir feierten das Ukrainische Fest 2019 am 3. August

im Schullandheim Erlenried in Großhansdorf

Gibt es eine schönere Art DANKE zu sagen als mit Musik, Tanz und leuchtenden Augen?

Eben: Auch in diesem Jahr haben unsere Kinder wieder ein kunterbuntes Bühnenprogramm für alle Freunde und Unterstützer einstudiert, die mit teilweise erheblichen Spenden und enormem persönlichem Engagement den dreiwöchigen Erholungsaufenthalt im Schullandheim Erlenried in Großhansdorf möglich gemacht haben.

Die jungen Menschen sorgten dabei nicht nur für beste Unterhaltung, sondern auch für ein Stück Völkerverständigung. Mit ukrainischen Gedichten, Liedern und Tänzen brachten sie den Besuchern die Kultur ihrer Heimat näher. Besonders viel Applaus gab es aber für das in deutscher Sprache einstudierte Märchen „Aschenbrödel“.