Junge mit Seifenblasen

PRYVIT! HALLO!

Pryvit heißt auf Ukrainisch Hallo - wir sagen Pryvit und freuen uns sehr, Sie hier über unsere Arbeit für die Kinder von Tschernobyl informieren zu können.

Bereits 34 Jahre ist es her, dass sich das furchtbare Atomunglück in Tschernobyl ereignete. Doch noch immer leiden die Menschen vor Ort unter der verheerenden Katastrophe. Gesundheitlich, wirtschaftlich und sozial.

Wir geben mit unserem Projekt den Kindern und ihren Familien dieser vergessenen Region eine neue Perspektive. Helfen Sie uns dabei! Erfahren Sie hier, wie Sie uns unterstützen können.

News

Diana im Herbst 2019 erfolgreich operiert!

Seit kurzem lebt sie in einer Wohngemeinschaft und studiert Computerwissenschaften - damit hat sich ihr Traum erfüllt.

Im Januar 2020 trafen wir Diana in Narodychi. Sie war sehr fröhlich, es ging ihr gut. Sie ist schon lange schmerzfrei, hat sich an ihre veränderte Wirbelsäule gewöhnt und trainiert fleißig auf dem Trimmrad, das wir ihr geschickt haben.

Wegen der Corona-Pandemie wird sie nicht zu einer Kontrolluntersuchung nach Neustadt kommen, sondern stattdessen ihre Wirbelsäule in der Region röntgen lassen. Dann wird sich zeigen, ob alles in Ordnung ist, oder ob Diana noch eine Reha braucht. Zur Zeit bereitet sie sich auf ihr Studium vor.

Auch dafür wird sie finanzielle Hilfe benötigen. Wir wünschen ihr weiterhin alles Gute!

Eine strahlende Diana! An ihrem 18. Geburtstag weiß Diana aus der Ukraine, dass sie nun wirklich ein ganzes Leben vor sich hat. Die lebensrettende Operation ist gelungen - ohne eine einzige der befürchteten Komplikationen. Wir sind alle sehr glücklich. Und ihr habt das möglich gemacht - mit so vielen größeren und kleineren Beiträgen! Oftmals stand noch ein „Alles Gute Diana!“ mit auf der Überweisung. Das hat uns sehr gerührt. Die Kosten für den Krankenhausaufenthalt waren schnell gesichert. Ohne Sie und euch wäre das nicht möglich gewesen!

Aber wer ist eigentlich diese Diana? Wir lernten das damals 16jährige Mädchen aus der Tschernobyl-Region beim PRYVIT-Erholungssommer 2018 im Schullandheim Erlenried in Großhansdorf kennen. „Choose to be optimistic always feels better“ stand auf ihrem roten T-Shirt, offenbar ihr Wahlspruch. Und ohne diese Selbstermutigung hätte sie wohl ihr bisheriges Leben kaum zu ertragen vermocht. Denn zusätzlich zu der Strahlenbelastung in der 2. Zone um Tschernobyl litt sie seit ihrer Geburt unter einer schweren Skoliose, einer Verkrümmung der Wirbelsäule, und unter einem zu engen Brustkorb. Aber was für ein Mädchen! Stets gut gelaunt und voller Tatendrang, künstlerisch begabt und von scharfem Verstand – und damals bereits mit klaren beruflichen Plänen: Studium der Informatik in Kiew und Arbeit in der IT-Branche. Sie möchte Programmiererin werden, ihr Englisch verbessern und auch noch Deutsch lernen. Verständlich, nach den vielen Aufenthalten in Deutschland. Und sicher kein Problem für die intelligente junge Frau.

Eine erste Untersuchung im Sommer 2018 ergab: Mit dieser schweren Skoliose hätte Diana nur noch etwa 10 Jahre zu leben, weil Herz und Lunge bereits sehr bedrängt waren. Eine Operation an der Wirbelsäule sei lebensnotwendig. Die „Welt am Sonntag“ berichtete. Und so entschlossen wir uns, Diana im Februar 2019 auf unserer Rückreise aus der Ukraine mit nach Hamburg zu nehmen, zu genaueren Untersuchungen in der Schön Klinik Neustadt. In den freien Tagen zwischen diesen Untersuchungen absolvierte Diana einen Computerkurs und wurde von uns privat auf diverse Ausflüge eingeladen: in die Sternwarte Bergedorf, nach Lübeck, zum Jazzkonzert in die Laeiszhalle, in die Staatsoper, und ja, auch zum Shoppen. Diana ist eben auch ein lebensfrohes Mädchen. Aber nachts bekam sie schlecht Luft, hatte Mühe beim Atmen.

Und dann kam endlich die Operation in Sicht: Anfang Oktober und erneut am 25.Oktober 2019 reiste Diana zu letzten Untersuchungen und zu ausführlichen OP-Aufklärungen an, in der Schön Klinik Neustadt an der Ostsee. Natürlich haben wir sie damit nicht allein gelassen. Ihre Mutter hat sie Ende Oktober begleitet und wohnte in der Nähe der Klinik. In der ersten Woche war auch eine Dolmetscherin aus dem Verein vor Ort. Das war auch nötig, denn die Mutter versteht nur Ukrainisch und Russisch. Und es waren teils erschreckende mögliche Komplikationen, die uns im Aufklärungsgespräch vermittelt wurden, von einer Querschnittslähmung bis zu lebensbedrohlicher Atemnot nach der Operation. In der Nacht vor der Operation haben wir alle schlecht geschlafen. Aber es ging alles gut: Die Chirurgen, die übrigens alle auf ihr Honorar verzichteten, Prof. Dr. Halm, Dr. Platz und ein ungarischer Assistenzarzt, haben in einer 7stündigen Operation die Wirbelsäule mit Titanstangen begradigt, einige Rippen entfernt und damit Lunge und Herz mehr Raum verschafft.

Nach der Operation hat sich Diana rasch erholt, trotz der Schmerzen, die aber mit Opiaten gut gelindert wurden. Am Tag nach der Operation ist sie bereits aufgestanden und über den Flur spaziert, nach fünf Tagen hatte Diana schon Lust auf eine Spielerunde in der Cafeteria, und am 12. November wurde sie aus der Klinik entlassen. Dann musste sie weiterhin konsequent Atemübungen machen um ihre Lunge zu trainieren und Körperübungen nach genauem Plan zum Muskelaufbau, damit sie wieder fit wurde. Beim Pressetermin am 14. November trug Diana ein rotes Sweatshirt mit dem Aufdruck "Tough". Ja, das ist sie wahrlich! Wir gaben ihr ein Theraband mit und haben für sie ein Trimmrad organisiert. Nach einem halben Jahr war ihre Wirbelsäule gut verknöchert und wieder belastbar.

Spiele im Sommer 2018
Diana am Flughafen
In Neustadt mit Wulf Garde
Diana beim Computerkurs
Bergedorfer Sternwarte
In Lübeck
Vor der Laeiszhalle mit Regine Fiebig
Beim Juwelier

 PRYVIT-Sommer 2020

Die Grenzen zur Ukraine waren im September 2020 immer noch geschlossen, aber PRYVIT hat sich auch aus der Ferne um die Kinder und Familien in der Tschernobyl-Region gekümmert.

Auch das Kleider-Projekt ist nun beendet: Den Kindern, die in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie leider nicht kommen konnten, haben wir Kleidung und Schuhe und ein paar Kleinigkeiten geschickt. Durch eine überwältigende Spendenbereitschaft haben wir so viel Kinderkleidung bekommen, dass wir zunächst förmlich in Bergen von Jacken, Hosen, Pullovern, Shirts und Schuhen ertrunken sind. Insgesamt 63 Umzugskartons konnten wir packen und an die 20 Familien schicken. Diese Kinder und ihre Geschwister sind nun erstmal gut versorgt. Außerdem konnten wir zwei jungen Müttern mit Babykleidung helfen. Die beiden waren auch als Kinder hier in Großhansdorf.

Auch in der Ukraine hat im September der Unterricht wieder begonnen. In Narodychi wurden inzwischen alle Schulkinder aus unseren Familien in der Region mit Schulmaterial versorgt, das sie dringend benötigen. Auch dies konnten wir aus Spenden finanzieren. Die Kinder haben sich sehr gefreut. Im September/Oktober haben wir dann die Aktion Lebensmittelpakete noch einmal durchgeführt. Alle 236 Kinder aus 79 besonders hilfsbedürftigen Familien in 24 Dörfern, die wir seit Jahren unterstützen, haben dann nochmals jeweils 10 kg Lebensmittel erhalten. Diesmal waren außerdem Zahnbürsten und Zahnpasta dabei.

Vom vorigen Sommer stehen immer noch Zahnbehandlungen aus. Da insbesondere Kiew als Risikogebiet gilt, wird es wohl noch eine Weile dauern, bis diese dringenden Behandlungen dort endlich durchgeführt werden können. Diana Ruban geht es nach ihrer erfolgreich verlaufenen Wirbelsäulen-Operation sehr gut, ein Mädchen braucht Herzmedikamente, ein kleines Geschwisterkind wahrscheinlich eine Herz-OP, das sollte sich hoffentlich bald klären.

Wir behalten die Kinder im Blick und freuen uns, wenn Sie weiterhin an unserer Seite sind, auch und gerade in dieser schweren Corona-Zeit.

Passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund! Ihr PRYVIT-Team

Zum 3. Mal Lebensmittel - im März 2021

Die Aussicht auf einen PRYVIT-Sommer 2021 schwindet mehr und mehr, nach all den Hiobsbotschaften, was Impfungen, Tests und Lockdowns angeht. Das hatten wir so nicht erwartet. Wir wissen noch nicht, wann die Schullandheime wieder öffnen dürfen, und können daher nicht zuverlässig planen. In der Ukraine sieht die Lage eher noch düsterer aus: Die Region rings um Narodychi wurde zur Risikozone erklärt, es gilt ein scharfer Lockdown. Mit Impfungen wurde noch nicht begonnen, und dann werden dort zuerst Mitarbeiter von Polizei und Militär geimpft, Mütter in Elternzeit sind erst 2023 dran, nach unseren Informationen. Ein Flug in die Ukraine ist also zurzeit auch nicht möglich, obwohl sowohl wir als auch die Kinder dort sich das so sehr wünschen. Dann geht es also wohl erst 2022 wieder so richtig los. Das sind die traurigen Nachrichten.

Aber Erfreuliches haben wir auch zu berichten: Unsere 3. Lebensmittelaktion läuft. Wir haben wieder Geld überwiesen, von dem unsere 79 Familien mit Lebensmitteln und diesmal auch mit diversen Drogerie-Produkten versorgt werden. Unsere ukrainische Perle, die Lehrerin Alla Dzedzenko, fährt mit einem großen Auto in die 24 Dörfer und verteilt die Pakete. Diese Unterstützung ist für die Familien mit ihren 236 Kindern bitter nötig und hochwillkommen. Wir haben einen besonderen Dank per Video erhalten: "Liebe Sponsoren, ein riesiges Dankeschön für Ihre Bemühungen und die Fürsorge für uns und unsere Kinder. Wir wünschen alles Gute. Möge Gott euch beschützen und segnen. Wir wünschen viel Erfolg und hoffen, dass ihr uns nicht vergesst."

Wir werden im Sommer auch wieder ein Kleiderdepot eröffnen und Kleiderpakete in die Ukraine schicken. Die Kinder wachsen ja, und Alla Dzedzenko, die großartige Lehrerin vor Ort, hat beim Verteilen der Weihnachts-Päckchen und der Lebensmittel noch weitere Familien in anderen Dörfern gefunden, die dringend unsere Unterstützung brauchen. Über Ort und Zeit für die Abgabe von Kinderkleidung werden wir rechtzeitig informieren.

Und noch ein Wort zur Mitgliederversammlung, zu der wir ja üblicherweise für März einladen. Wir werden diesmal später im Jahr tagen, in der Hoffnung, dass dies im Spätsommer vielleicht "live" möglich ist. Eine Einladung versenden wir vier Wochen vorher.

Wir behalten die Kinder der Tschernobyl-Region im Blick, auch 35 Jahre nach der Katastrophe, und freuen uns, wenn Sie weiterhin an unserer Seite sind, auch und gerade in dieser schweren Corona-Zeit. Passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund und wohlgemut.

Frohe Ostertage!

Ihr PRYVIT-Team

Zum 3. Mal Lebensmittel - im März 2021

Die Aussicht auf einen PRYVIT-Sommer 2021 schwindet mehr und mehr, nach all den Hiobsbotschaften, was Impfungen, Tests und Lockdowns angeht. Das hatten wir so nicht erwartet. Wir wissen noch nicht, wann die Schullandheime wieder öffnen dürfen, und können daher nicht zuverlässig planen. In der Ukraine sieht die Lage eher noch düsterer aus: Die Region rings um Narodychi wurde zur Risikozone erklärt, es gilt ein scharfer Lockdown. Mit Impfungen wurde noch nicht begonnen, und dann werden dort zuerst Mitarbeiter von Polizei und Militär geimpft, Mütter in Elternzeit sind erst 2023 dran, nach unseren Informationen. Ein Flug in die Ukraine ist also zurzeit auch nicht möglich, obwohl sowohl wir als auch die Kinder dort sich das so sehr wünschen. Dann geht es also wohl erst 2022 wieder so richtig los. Das sind die traurigen Nachrichten.

Aber Erfreuliches haben wir auch zu berichten: Unsere 3. Lebensmittelaktion läuft. Wir haben wieder Geld überwiesen, von dem unsere 79 Familien mit Lebensmitteln und diesmal auch mit diversen Drogerie-Produkten versorgt werden. Unsere ukrainische Perle, die Lehrerin Alla Dzedzenko, fährt mit einem großen Auto in die 24 Dörfer und verteilt die Pakete. Diese Unterstützung ist für die Familien mit ihren 236 Kindern bitter nötig und hochwillkommen. Wir haben einen besonderen Dank per Video erhalten: "Liebe Sponsoren, ein riesiges Dankeschön für Ihre Bemühungen und die Fürsorge für uns und unsere Kinder. Wir wünschen alles Gute. Möge Gott euch beschützen und segnen. Wir wünschen viel Erfolg und hoffen, dass ihr uns nicht vergesst."

Wir werden im Sommer auch wieder ein Kleiderdepot eröffnen und Kleiderpakete in die Ukraine schicken. Die Kinder wachsen ja, und Alla Dzedzenko, die großartige Lehrerin vor Ort, hat beim Verteilen der Weihnachts-Päckchen und der Lebensmittel noch weitere Familien in anderen Dörfern gefunden, die dringend unsere Unterstützung brauchen. Über Ort und Zeit für die Abgabe von Kinderkleidung werden wir rechtzeitig informieren.

Und noch ein Wort zur Mitgliederversammlung, zu der wir ja üblicherweise für März einladen. Wir werden diesmal später im Jahr tagen, in der Hoffnung, dass dies im Spätsommer vielleicht "live" möglich ist. Eine Einladung versenden wir vier Wochen vorher.

Wir behalten die Kinder der Tschernobyl-Region im Blick, auch 35 Jahre nach der Katastrophe, und freuen uns, wenn Sie weiterhin an unserer Seite sind, auch und gerade in dieser schweren Corona-Zeit. Passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund und wohlgemut.

Frohe Ostertage!

Ihr PRYVIT-Team