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PRYVIT! HALLO!

Pryvit heißt auf Ukrainisch Hallo – wir sagen Pryvit und freuen uns sehr, Sie hier über unsere Arbeit für die Kinder von Tschernobyl informieren zu können.

Bereits 33 Jahre ist es her, dass sich das furchtbare Atomunglück in Tschernobyl ereignete. Doch noch immer leiden die Menschen vor Ort unter der verheerenden Katastrophe. Gesundheitlich, wirtschaftlich und sozial.

Wir geben mit unserem Projekt den Kindern und ihren Familien dieser vergessenen Region eine neue Perspektive. Helfen Sie uns dabei! Erfahren Sie hier, wie Sie uns unterstützen können.

NEWS

Im Medizinischen Versorgungszentrum der Schön Klinik Hamburg Eilbek werden Jugendliche aus Tschernobyl an der Schilddrüse untersucht. Diana Ruban, 16 wird von Frau Dr. Christiane Klene, Nuklearmedizinerin untersucht.

Diana will leben – und studieren. Ob ihr noch so viel Zeit bleibt?

Sie ist 17 Jahre alt und leidet an einer schweren Skoliose. Ihre Wirbelsäule ist verdreht und seitlich verbogen, sie bedrängt jetzt bereits Herz und Lunge. Nach Auskunft der Ärzte, die Diana bereits im Sommer 2018 hier untersuchten (die „Welt am Sonntag“ berichtete darüber am 26.8.2018) hätte sie nur noch etwa 10 Jahre zu leben.

Ob dies eine Spätfolge der Radioaktivität ist, kann man nicht sicher sagen, aber durch den Zusammenbruch der Infrastruktur in dieser Region gibt es dort fast keine Ärzte mehr. So blieb ihre Skoliose unbehandelt.

Doch nun hat Diana wieder Hoffnung: Eine Operation ist möglich, wenn auch riskant. Ihr droht eine Querschnittslähmung. Doch selbst ein Leben im Rollstuhl würde sie hinnehmen. Ihr Wahlspruch: Choose to be optimistic always feels better. Ihr größter Wunsch: Leben und in Kiew Informatik studieren!

Die Ärzte operieren kostenlos, die Krankenhauskosten sind schon weitgehend beisammen, dank Ihrer überwältigenden Spendenbereitschaft. Nun sammeln wir weiter – für die Reha! Welche Kosten da noch auf uns zu kommen, können wir noch gar nicht abschätzen.

Vorm Schloss

Sie sind da! Vom 19. Juli bis 10. August 2019 findet der 8. PRYVIT Erholungssommer statt.

Das Kleiderdepot ist eingerichtet, die Betten sind gemacht, der Bus mit den Kindern hat die erste Grenze passiert. Müde sehen sie aus… Schaut mal in die Galerie! Und nun sind sie da! Nach 24 Stunden Busfahrt, spätem Frühstück, Dusche und Mittagsschlaf war es Zeit für eine Kennenlernrunde.

Und dann konnte endlich das herrliche Heimgelände im Schullandheim Erlenried erobert werden. Hier erholen sich die Kinder bei Sport, Spiel und Spaß. Das beste ist wohl bei der Hitze die Gartendusche – und immer mal ein Eis. Aber zwischendurch wird auch fleißig gelernt und gemalt, es werden Tänze einstudiert und ein deutsches Märchen als Theaterstück. Mehr wird aber noch nicht verraten!

Morgens früh holen wir Bio-Milch und leckeren Natur-Joghurt vom Gut Wulfsdorf, zwischendurch spendiert immer jemand eine Extrarunde Obst. Am Wochenende wurden die Kinder eingekleidet.

In der ersten Woche standen vor allem Arzttermine auf dem Programm. Für die Gesundheit der Kinder engagierten sich erneut das Zahnschiff (nur drei Kinder ohne Karies!), die Dres. Schnoor, unsere treuen Kinderärzte (keine schlimmen Befunde), die Augenabteilung der Parkklinik Manhagen (kein Kind braucht eine Brille), das Hörvermögen wurde getestet, und die Schön Klinik Eilbek hat Schilddrüsen-Untersuchungen vorgenommen.

Aber inzwischen gehen auch die Ausflüge los, auf die die Kinder sich schon so freuen: Mit den Großen waren wir Paddeln auf der Trave, Freitag mit allen unterwegs mit dem HVV ins Arriba-Schwimmbad in Norderstedt, Samstag bei der Feuerwehr Großhansdorf und im Ahrensburger Schloss. Spannende Eindrücke für die Kinder, denen sich hier ganz neue Horizonte öffnen!

Am Montag waren wir wieder zu Gast im Rathaus Großhansdorf und im Restaurant „Rio Grande“, am Dienstag im Miniaturwunderland, in der Hafencity, auf der  Elbphilharmonie und im Hafen. Da staunten die Kinder!

Und am Mittwoch war es sehr aufregend: im Serengeti Park bei den wilden Tieren aus fernen Ländern, auf der Wildwasserrutsche und in den schwindelerregenden Karussels. Es ging auch wieder in den Naturpark Grabau, nach Dahme an die Ostsee und zum Wassserlichtkonzert bei Planten un Blomen.

Heute sind die Kinder wieder in ihrer Heimat angekommen – nach 1600 km und 34stündiger Reise. Müde, aber fit für den nächsten Winter – und den Kopf voller schöner Erlebnisse!

Wir danken allen Menschen, die uns tatkräftig unterstützen mit der Organisation von Ausflügen, Hilfsgüter-Transporten, Kleider- und Obstspenden und und und…

Ihr seid großartig! Ohne Euch wäre dieses Projekt nicht möglich! Ihr öffnet den Kindern Horizonte!

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Wir feierten das Ukrainische Fest 2019 am 3. August im Schullandheim Erlenried in Großhansdorf

Gibt es eine schönere Art DANKE zu sagen als mit Musik, Tanz und leuchtenden Augen?

Eben: Auch in diesem Jahr haben unsere Kinder wieder ein kunterbuntes Bühnenprogramm für alle Freunde und Unterstützer einstudiert, die mit teilweise erheblichen Spenden und enormem persönlichem Engagement den dreiwöchigen Erholungsaufenthalt im Schullandheim Erlenried in Großhansdorf möglich gemacht haben.

Die jungen Menschen sorgten dabei nicht nur für beste Unterhaltung, sondern auch für ein Stück Völkerverständigung. Mit ukrainischen Gedichten, Liedern und Tänzen brachten sie den Besuchern die Kultur ihrer Heimat näher. Besonders viel Applaus gab es aber für das in deutscher Sprache einstudierte Märchen „Aschenbrödel“.