Junge mit Seifenblasen

PRYVIT! HALLO!

Pryvit heißt auf Ukrainisch Hallo - wir sagen Pryvit und freuen uns sehr, Sie hier über unsere Arbeit für die Kinder von Tschernobyl informieren zu können.

Bereits 34 Jahre ist es her, dass sich das furchtbare Atomunglück in Tschernobyl ereignete. Doch noch immer leiden die Menschen vor Ort unter der verheerenden Katastrophe. Gesundheitlich, wirtschaftlich und sozial.

Wir geben mit unserem Projekt den Kindern und ihren Familien dieser vergessenen Region eine neue Perspektive. Helfen Sie uns dabei! Erfahren Sie hier, wie Sie uns unterstützen können.

News

Diana erfolgreich operiert!

Im Januar 2020 trafen wir Diana in Narodychi. Sie war sehr fröhlich, es ging ihr gut. Sie ist schon lange schmerzfrei, hat sich an ihre veränderte Wirbelsäule gewöhnt und trainiert fleißig auf dem Trimmrad, das wir ihr geschickt haben.

Wegen der Corona-Pandemie wird sie nicht zu einer Kontrolluntersuchung nach Neustadt kommen, sondern stattdessen ihre Wirbelsäule in der Region röntgen lassen. Dann wird sich zeigen, ob alles in Ordnung ist, oder ob Diana noch eine Reha braucht. Zur Zeit bereitet sie sich auf ihr Studium vor.

Auch dafür wird sie finanzielle Hilfe benötigen. Wir wünschen ihr weiterhin alles Gute!

Eine strahlende Diana! An ihrem 18. Geburtstag weiß Diana aus der Ukraine, dass sie nun wirklich ein ganzes Leben vor sich hat. Die lebensrettende Operation ist gelungen - ohne eine einzige der befürchteten Komplikationen. Wir sind alle sehr glücklich. Und ihr habt das möglich gemacht - mit so vielen größeren und kleineren Beiträgen! Oftmals stand noch ein „Alles Gute Diana!“ mit auf der Überweisung. Das hat uns sehr gerührt. Die Kosten für den Krankenhausaufenthalt waren schnell gesichert. Ohne Sie und euch wäre das nicht möglich gewesen!

Aber wer ist eigentlich diese Diana? Wir lernten das damals 16jährige Mädchen aus der Tschernobyl-Region beim PRYVIT-Erholungssommer 2018 im Schullandheim Erlenried in Großhansdorf kennen. „Choose to be optimistic always feels better“ stand auf ihrem roten T-Shirt, offenbar ihr Wahlspruch. Und ohne diese Selbstermutigung hätte sie wohl ihr bisheriges Leben kaum zu ertragen vermocht. Denn zusätzlich zu der Strahlenbelastung in der 2. Zone um Tschernobyl litt sie seit ihrer Geburt unter einer schweren Skoliose, einer Verkrümmung der Wirbelsäule, und unter einem zu engen Brustkorb. Aber was für ein Mädchen! Stets gut gelaunt und voller Tatendrang, künstlerisch begabt und von scharfem Verstand – und damals bereits mit klaren beruflichen Plänen: Studium der Informatik in Kiew und Arbeit in der IT-Branche. Sie möchte Programmiererin werden, ihr Englisch verbessern und auch noch Deutsch lernen. Verständlich, nach den vielen Aufenthalten in Deutschland. Und sicher kein Problem für die intelligente junge Frau.

Eine erste Untersuchung im Sommer 2018 ergab: Mit dieser schweren Skoliose hätte Diana nur noch etwa 10 Jahre zu leben, weil Herz und Lunge bereits sehr bedrängt waren. Eine Operation an der Wirbelsäule sei lebensnotwendig. Die „Welt am Sonntag“ berichtete. Und so entschlossen wir uns, Diana im Februar 2019 auf unserer Rückreise aus der Ukraine mit nach Hamburg zu nehmen, zu genaueren Untersuchungen in der Schön Klinik Neustadt. In den freien Tagen zwischen diesen Untersuchungen absolvierte Diana einen Computerkurs und wurde von uns privat auf diverse Ausflüge eingeladen: in die Sternwarte Bergedorf, nach Lübeck, zum Jazzkonzert in die Laeiszhalle, in die Staatsoper, und ja, auch zum Shoppen. Diana ist eben auch ein lebensfrohes Mädchen. Aber nachts bekam sie schlecht Luft, hatte Mühe beim Atmen.

Und dann kam endlich die Operation in Sicht: Anfang Oktober und erneut am 25.Oktober 2019 reiste Diana zu letzten Untersuchungen und zu ausführlichen OP-Aufklärungen an, in der Schön Klinik Neustadt an der Ostsee. Natürlich haben wir sie damit nicht allein gelassen. Ihre Mutter hat sie Ende Oktober begleitet und wohnte in der Nähe der Klinik. In der ersten Woche war auch eine Dolmetscherin aus dem Verein vor Ort. Das war auch nötig, denn die Mutter versteht nur Ukrainisch und Russisch. Und es waren teils erschreckende mögliche Komplikationen, die uns im Aufklärungsgespräch vermittelt wurden, von einer Querschnittslähmung bis zu lebensbedrohlicher Atemnot nach der Operation. In der Nacht vor der Operation haben wir alle schlecht geschlafen. Aber es ging alles gut: Die Chirurgen, die übrigens alle auf ihr Honorar verzichteten, Prof. Dr. Halm, Dr. Platz und ein ungarischer Assistenzarzt, haben in einer 7stündigen Operation die Wirbelsäule mit Titanstangen begradigt, einige Rippen entfernt und damit Lunge und Herz mehr Raum verschafft.

Nach der Operation hat sich Diana rasch erholt, trotz der Schmerzen, die aber mit Opiaten gut gelindert wurden. Am Tag nach der Operation ist sie bereits aufgestanden und über den Flur spaziert, nach fünf Tagen hatte Diana schon Lust auf eine Spielerunde in der Cafeteria, und am 12. November wurde sie aus der Klinik entlassen. Nun muss sie weiterhin konsequent Atemübungen machen um ihre Lunge zu trainieren und Körperübungen nach genauem Plan zum Muskelaufbau, damit sie bald wieder fit ist. Beim Pressetermin am 14. November trug Diana ein rotes Sweatshirt mit dem Aufdruck "Tough". Ja, das ist sie wahrlich! Wir gaben ihr ein Theraband mit und haben für sie ein Trimmrad organisiert. Nun, nach einem halben Jahr, ist ihre Wirbelsäule gut verknöchert und wieder belastbar.

Diana erfolgreich operiert!

Im Januar 2020 trafen wir Diana in Narodychi. Sie war sehr fröhlich, es ging ihr gut. Sie ist schon lange schmerzfrei, hat sich an ihre veränderte Wirbelsäule gewöhnt und trainiert fleißig auf dem Trimmrad, das wir ihr geschickt haben.

Wegen der Corona-Pandemie wird sie nicht zu einer Kontrolluntersuchung nach Neustadt kommen, sondern stattdessen ihre Wirbelsäule in der Region röntgen lassen. Dann wird sich zeigen, ob alles in Ordnung ist, oder ob Diana noch eine Reha braucht. Zur Zeit bereitet sie sich auf ihr Studium vor.

Auch dafür wird sie finanzielle Hilfe benötigen. Wir wünschen ihr weiterhin alles Gute!

Eine strahlende Diana! An ihrem 18. Geburtstag weiß Diana aus der Ukraine, dass sie nun wirklich ein ganzes Leben vor sich hat. Die lebensrettende Operation ist gelungen - ohne eine einzige der befürchteten Komplikationen. Wir sind alle sehr glücklich. Und ihr habt das möglich gemacht - mit so vielen größeren und kleineren Beiträgen! Oftmals stand noch ein „Alles Gute Diana!“ mit auf der Überweisung. Das hat uns sehr gerührt. Die Kosten für den Krankenhausaufenthalt waren schnell gesichert. Ohne Sie und euch wäre das nicht möglich gewesen!

Aber wer ist eigentlich diese Diana? Wir lernten das damals 16jährige Mädchen aus der Tschernobyl-Region beim PRYVIT-Erholungssommer 2018 im Schullandheim Erlenried in Großhansdorf kennen. „Choose to be optimistic always feels better“ stand auf ihrem roten T-Shirt, offenbar ihr Wahlspruch. Und ohne diese Selbstermutigung hätte sie wohl ihr bisheriges Leben kaum zu ertragen vermocht. Denn zusätzlich zu der Strahlenbelastung in der 2. Zone um Tschernobyl litt sie seit ihrer Geburt unter einer schweren Skoliose, einer Verkrümmung der Wirbelsäule, und unter einem zu engen Brustkorb. Aber was für ein Mädchen! Stets gut gelaunt und voller Tatendrang, künstlerisch begabt und von scharfem Verstand – und damals bereits mit klaren beruflichen Plänen: Studium der Informatik in Kiew und Arbeit in der IT-Branche. Sie möchte Programmiererin werden, ihr Englisch verbessern und auch noch Deutsch lernen. Verständlich, nach den vielen Aufenthalten in Deutschland. Und sicher kein Problem für die intelligente junge Frau.

Eine erste Untersuchung im Sommer 2018 ergab: Mit dieser schweren Skoliose hätte Diana nur noch etwa 10 Jahre zu leben, weil Herz und Lunge bereits sehr bedrängt waren. Eine Operation an der Wirbelsäule sei lebensnotwendig. Die „Welt am Sonntag“ berichtete. Und so entschlossen wir uns, Diana im Februar 2019 auf unserer Rückreise aus der Ukraine mit nach Hamburg zu nehmen, zu genaueren Untersuchungen in der Schön Klinik Neustadt. In den freien Tagen zwischen diesen Untersuchungen absolvierte Diana einen Computerkurs und wurde von uns privat auf diverse Ausflüge eingeladen: in die Sternwarte Bergedorf, nach Lübeck, zum Jazzkonzert in die Laeiszhalle, in die Staatsoper, und ja, auch zum Shoppen. Diana ist eben auch ein lebensfrohes Mädchen. Aber nachts bekam sie schlecht Luft, hatte Mühe beim Atmen.

Und dann kam endlich die Operation in Sicht: Anfang Oktober und erneut am 25.Oktober 2019 reiste Diana zu letzten Untersuchungen und zu ausführlichen OP-Aufklärungen an, in der Schön Klinik Neustadt an der Ostsee. Natürlich haben wir sie damit nicht allein gelassen. Ihre Mutter hat sie Ende Oktober begleitet und wohnte in der Nähe der Klinik. In der ersten Woche war auch eine Dolmetscherin aus dem Verein vor Ort. Das war auch nötig, denn die Mutter versteht nur Ukrainisch und Russisch. Und es waren teils erschreckende mögliche Komplikationen, die uns im Aufklärungsgespräch vermittelt wurden, von einer Querschnittslähmung bis zu lebensbedrohlicher Atemnot nach der Operation. In der Nacht vor der Operation haben wir alle schlecht geschlafen. Aber es ging alles gut: Die Chirurgen, die übrigens alle auf ihr Honorar verzichteten, Prof. Dr. Halm, Dr. Platz und ein ungarischer Assistenzarzt, haben in einer 7stündigen Operation die Wirbelsäule mit Titanstangen begradigt, einige Rippen entfernt und damit Lunge und Herz mehr Raum verschafft.

Nach der Operation hat sich Diana rasch erholt, trotz der Schmerzen, die aber mit Opiaten gut gelindert wurden. Am Tag nach der Operation ist sie bereits aufgestanden und über den Flur spaziert, nach fünf Tagen hatte Diana schon Lust auf eine Spielerunde in der Cafeteria, und am 12. November wurde sie aus der Klinik entlassen. Nun muss sie weiterhin konsequent Atemübungen machen um ihre Lunge zu trainieren und Körperübungen nach genauem Plan zum Muskelaufbau, damit sie bald wieder fit ist. Beim Pressetermin am 14. November trug Diana ein rotes Sweatshirt mit dem Aufdruck "Tough". Ja, das ist sie wahrlich! Wir gaben ihr ein Theraband mit und haben für sie ein Trimmrad organisiert. Nun, nach einem halben Jahr, ist ihre Wirbelsäule gut verknöchert und wieder belastbar.

Spiele im Sommer 2018
Diana am Flughafen
In Neustadt mit Wulf Garde
Diana beim Computerkurs
Bergedorfer Sternwarte
In Lübeck
Vor der Laeiszhalle mit Regine Fiebig
Beim Juwelier

PRYVIT-Sommer 2020

Die Kinder in der Tschernobylzone haben sich riesig gefreut: Wir haben ihnen Pakete mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln austeilen lassen.

 Wegen der Corona-Pandemie sind viele Eltern arbeitslos, die Schulen sind geschlossen und die Kinder erhalten dort kein Mittagessen. Die Haushaltskasse ist knapp. Wir versuchen, die Not der Familien unserer Schützlinge zu lindern.

Außerdem planen wir noch eine Kleideraktion. Wir haben - Dank Herrn Bürgermeister Voß - ein neues Depot neben dem Rathaus in Großhansdorf und werden den Kindern, die eigentlich in diesem Sommer kommen sollten, Kleiderpakete per LkW  schicken. Melden Sie sich gern bei uns, wenn Sie Spenden abzugeben haben.

Aber wir sind natürlich sehr traurig: Aufgrund der Corona-Pandemie hat der Pryvit-Vorstand schweren Herzens beschlossen, den Pryvit-Sommer 2020 abzusagen, da er nach aktuellem Stand nicht sinnvoll und verantwortbar durchgeführt werden kann.

  1. Es ist keine verlässliche Planung möglich. Wir wissen nicht, ob die Grenzen im Sommer 2020 wieder offen sind. Unklar ist auch, ob wir das Schullandheim im Sommer 2020 belegen dürften. Eine Verschiebung auf den Herbst ist aus organisatorischen Gründen nicht möglich.
  2. Mit großer Wahrscheinlichkeit wären im Sommer 2020 die ärztlichen Untersuchungen und Behandlungen nicht im gewohnten Umfang möglich, da unsere Ärzte ebenfalls ihre Jahresplanung aufgrund der Pandemie anpassen müssen.
  3. Vor allem aber erscheint es uns unverantwortlich, Kinder aus der Tschernobyl-Region mit ihrem schwachen Immunsystem der Gefahr des Corona-Virus auszusetzen. In ihren abgeschiedenen Dörfern sind sie davor sicher am besten geschützt. Wir haben ebenso bereits vernommen, dass auch die Eltern unserer Pryvit-Gastkinder sich deswegen Sorgen machen.

Unter diesen Bedingungen halten wir es für zwar extrem bedauerlich, aber aus Verantwortungsbewusstsein geboten, dass in diesem Sommer kein Erholungsaufenthalt in Großhansdorf stattfindet. Aktuell ist geplant, die für diesen Sommer vorgesehenen Kinder für das Jahr 2021 einzuladen.

Stattdessen organisieren wir nun in diesem Jahr verstärkt Hilfe vor Ort.

Zusätzlich sind die Menschen dort von den aktuellen Bränden im Sperrbezirk um den am 26. April 1986 havarierten Atomreaktor bei Tschernobyl betroffen, die über einen Monat angedauert haben. Auch in der Gegend um Narodychi hat es gebrannt, wie wir am 13.4.2020 erfuhren. Die Familien haben sich aus ihren Holzhäusern in die Schule in Narodychi geflüchtet und dort in den Korridoren und in der Turnhalle übernachtet. Der Rauch behinderte die Sicht und erschwerte das Atmen. Die radioaktive Strahlung ist erhöht.

Bleiben Sie an unserer Seite und passen Sie auf sich auf!

Ihr PRVIT-Team im Mai 2020

Weihnachtspäckchen aus Deutschland!

Wir haben unsere Schützlinge im Januar 2020 besucht.

Am 24. Januar landen wir mit unserer dreiköpfigen Delegation in Kiew, und mit einem Leihwagen fahren wir nach Narodychi. Vor Ort hat die Lehrerin Alla schon alles organisiert. Sie kennt sich in den Dörfern aus und begleitet uns zu den Familien.

Leuchtende Augen bei den Kindern in Narodychi! Obwohl Weihnachten auch hier schon lange vorbei ist. Hier und da steht allerdings noch ein Weihnachtsbaum.

Die Klassen 5a und 8a des Charlotte-Paulsen-Gymnasiums in Hamburg-Wandsbek haben die Päckchen liebevoll gepackt. Die ganze Schule hat zuvor gespendet: Schreibwaren und Drogerieartikel, Mützen, Schals und Handschuhe und ein wenig Spielzeug und Schokolade. Buntstifte und Zahnpasta sind wahre Luxusartikel in dieser bitterarmen Region.

Wir treffen uns mit den Kindern von den vorigen Sommer-Aufenthalten, die uns fröhlich begrüßen. Besonders freuen wir uns  zu sehen, dass es Diana nach ihrer Operation offenbar sehr gut geht. Und wir lernen neue Kinder kennen. Sie und ihre Eltern füllen fleißig unsere Fragebögen aus. Viele haben Probleme mit den Zähnen, mit Augen und Ohren. Da werden wir im Sommer helfen können.

Nebenbei sehen und hören wir viele Dinge, die uns erschüttern: Manche Straßenzüge bestehen nur noch aus verlassenen und verfallenen Häusern. Ganze Dörfer sterben. Es gibt vielerorts fast keine Arbeit mehr. Der Geigerzähler zeigt keine erhöhte Strahlung. Die ist jedoch im Boden und wird mit der Nahrung täglich aufgenommen. Außerdem sind manche Familien so arm, dass sie kaum genug zu essen haben. Die Krankenversorgung ist erbärmlich: Es gibt zwar ein Krankenhaus in Narodychi, aber für ein EKG muss man trotzdem nach Zhitomir fahren, weil die Fachärzte fehlen. Eine Krankenversicherung gibt es nicht. Eine Herz-OP kostet 100.000 Griwna und ist von den Menschen hier nicht zu bezahlen. Und schon wieder ist eine Mutter an Krebs gestorben.Wir wundern uns, dass manche Familien trotz allem so harmonisch wirken. Aber viele sind auch von der aussichtslosen Lage deprimiert und mutlos.

Wir freuen uns, dass Sweta, Mascha und Dima in Kiew studieren können. Am Flughafen treffen wir dann am 27.Januar auch die Zahnärzte Alexander und Tanja, die noch einige Kinder vom Sommer 2019 zuende behandeln. Ein paar Lichtblicke unserer Reise in diesem Winter.